Die Datenbank als Automatisierungszentrale

  • Münsingen

SQL4AUTOMATION - The smart database connection

Wenn Huba Control Sensoren produziert, können Aufträge zwischen Losgrösse 1 und tausenden Teilen problemlos abgearbeitet werden. Möglich macht dies eine flache Automatisierungsstruktur mit einer SQL-Datenbank als Zentrale. Für die schnelle und zuverlässige Kommunikation zwischen Steuerung und Datenbank sorgt der SQL4automation Connector.

Die Huba Control AG aus Würenlos/Schweiz entwickelt, fertigt und verkauft Komponenten zur Erfassung der physikalischen Größen Druck und Strömung. Darunter fallen Druckschalter, Sensoren, Drucktransmitter sowie Durchflusssensoren. „Das Unternehmen produziert erfolgreich Produkte in der Schweiz für die Industrie- und Gebäudeautomation”, bestätigt der Leiter Steuerungstechnik bei der INSYS Industriesysteme AG in Münsingen/Schweiz. INSYS hat bei Huba die vollautomatische Produktionsanlage konstruiert, schlüsselfertig errichtet und in Betrieb genommen. In der Anlage werden bei höchster Flexibilität die Sensoren mit Montage-und Fügeprozessen gefertigt, beschriftet und geprüft. Um den Wünschen der Kunden komplett zu entsprechen, bewegen sich die Jahresstückzahlen je nach Produkt zwischen einem Stück und tausenden Teilen. Alles läuft automatisch bis zum fertigen Sensor, auch Expressaufträge können so schnell umgesetzt, oder sogar zwischendurch eingeschoben werden.

Aufträge direkt aus dem ERP-System
Die Aufträge kommen direkt aus dem ERP-System. Das AP+-System entscheidet über die AuftragsreaIisierung auch anhand des Anlagenzustands und des im Lager vorhandenen Materials, welches im System erfasst ist. Die erforderlichen Einzelteile stammen aus dem vom ERP-System gesteuerten Teilelagermagazin und werden über ein Montagezuführungssystem übergeben. Nahezu in Echtzeit wird abgeglichen, welches Material für welchen Auftrag vorrätig ist, dabei wird sogar berücksichtigt, dass bestimmte Gehäuse im Lager reingewaschen sind und deshalb innerhalb einer bestimmten Zeit verarbeitet werden müssen. Die für ein zu fertigendes Produkt erforderlichen Teile erfährt das ERP-System über die Anbindung an das Engineering. Jede Zelle besteht wiederum aus unterschiedlichen Stationen, alles ist hochmodular aufgebaut.
Kern der Automatisierungsarchitektur ist, dass alle erforderlichen Daten wie Einstellparameter in einer zentraten SQL-Datenbank hinterlegt sind und nicht in der Anlagensteuerung. Die komplette Datenkommunikation der Anlage läuft über eine Datenbank, die auch mit der ERP-Datenbank verbunden ist. Erst diese Konstellation ermöglicht es, hoch flexibel Teile zu 40.32 Mio. unterschiedlichen Sensoren (kundenspezifische Beschriftung nicht eingerechnet) zusammen zu montieren.

Viel Potenzial für Industrie 4.0
Die Produktion bei Huba zeichnet sich durch eine vollständige vertikale und horizontale Integration aus. Eine Alternative zur Datenbankanbindung über den SQL4automation Connector gibt es nicht, betont der Automatisierungsspezialist. Die Firma INSYS setzt diese Technologie seit drei Jahren ein und hat mittlerweile reichhaltige Erfahrungen gesammelt. INSYS realisiert bis zu 25 Projekte pro Jahr auf diese Weise und ist überzeugt, dass im Zentrum von Industrie 4.0 eine intelligente Datenbank stehen muss.